Reiseblog Seychellen

Seychellen: Praslin

Hallöchen du Weltenbummler da draußen!

Nach einem knapp 13 Stunden Flug über Dubai sind wir auf den Seychellen in Mahé angekommen. Vor Ort kümmerten wir uns am Flughafen um eine eSimkarte von Cable and Wireless und wechselten etwas Euro in Rupinen (der Wechselkurs war an dem Tag vor Ort relativ gut).

Danach ging es dann direkt mit einem Transferbus zum Hafen von Mahé. Nach ungefähr zwei Stunden Wartezeit durften wir auf das Schiff. Eine Stunde lang ging es für uns über das offene Meer zur ersten Insel: Praslin. Wir fuhren mit dem Schiff durch den Sturm, hatten einige Wellen und ein paar Menschen wurden auch seekrank – ich empfehle vorab, bei schneller Übelkeit etwas dagegen einzunehmen, da man gegen die Wellen fährt und diese enorm groß sind. Nach der Anreise auf Praslin ging es mit einem Transferbus für uns weiter zum Palm Holiday Apartment, unsere erste Unterkunft.

Das Erste was wir getan haben war, unter die Dusche zu springen und uns für eine Stunde hinzulegen. Als wir wieder fit waren ging es für uns in einen Supermarkt, bei dem wir das Nötigste zum Kochen, Wasser und pflanzliche Milch für unser Frühstücks-Porridge holten. Den Supermarkt gebe ich hier nicht an, da wir dort nur auf die schnelle rein sind und es eher ein Kiosk ums Eck war. Auf dem Weg dorthin machten wir einen Zwischenstopp am Strand ums Eck und einen langen Strandspaziergang. Ich empfehle, dass ihr euch mit Mückenspray einsprüht – egal wie lange ihr unterwegs seid! Am Abend kochten wir uns noch was und planten die nächsten Tage. Dann ging es für uns auch schon ins Bett – Schlaf nachholen!

Um acht Uhr wurden wir durch ein lautes Klopfen an der Tür geweckt. Fazit: Verschlaft eure Termine nicht!

Unser Mietwagen (ein Kia Picanto Automatic) von Petite Car Hire wurde uns direkt an die Unterkunft gebracht. Dafür hatten wir uns tatsächlich entschieden, weil wir uns nicht sicher waren in wie weit wir bei der Ankunft Internet haben, um Google Maps zu nutzen. Das Auto wird vor Abreise ebenfalls an der Unterkunft wieder abgeholt. Beachtet bitte, dass auf den Seychellen fast nur Automatic Autos fahren und es Linksverkehr ist!

Kurz darauf gab es einen selbstgemachten leckeren Apfel-Porridge mit Erdnüssen. Leider regnete es sehr stark, deshalb überlegten wir uns, wie wir den Tag gestalten möchten. Positiv gestimmt richteten wir unsere Sachen und machten uns mit Sonnenschutz und Mückenspray startklar. Nach einer Tiefphase von mir (Monja) meinte Tobi, dass wir trotzdem rausgehen. Also machten wir uns bereit, um zu dem Anse Georgetta (Petite Anse Kerlan) Beach zu fahren.

Auf dem Weg dorthin hatten wir zwei Vollbremsungen, da mit dem Kupplungsfuß gebremst wurde, sowie eine kurze Fahrt im Gegenverkehr und sind trotz allem wohlbehalten an unserem Zielort angekommen. Die Einheimischen sind alle sehr verständnisvolle Autofahrer und machen auch mal langsamer, wenn ein Mietwagen entgegenkommt.

Tipp: Für den Anse Georgetta Beach ist eine Genehmigung notwendig. Diese bekommt ihr kostenlos am Constanze Lemuria Resort. Wir hatten Glück, da gerade keine Hochsaison auf den Seychellen ist und durften direkt rein. Manchmal muss man sich auch ein bis zwei Tage vorher anmelden, um eine Genehmigung zu bekommen. Von der Rezeption aus müsst ihr ungefähr 20 Minuten Gehweg auf euch nehmen, um an die Bucht zu kommen. Habt Kleidung dabei – nicht nur einen Bikini – da im Resort einige Regeln gelten. Ebenfalls ist es empfehlenswert nicht offene Schuhe für den Weg zu tragen, sondern geschlossene, da es sehr oft Berg auf und Berg ab geht.

Direkt zu Beginn fing es sehr stark an zu Regnen. „Hätten wir ein Kanu dabei, hätten wir auch paddeln können“ (Zitat Tobi). Auf unserer kurzen Wanderung zur Bucht haben wir einige Krebse, Spinnen und süße Vögel gesichtet. Pitsche, patsche Nass kamen wir an der Bucht an, legten unsere Rucksäcke regensicher ab und gingen direkt ins Wasser. Auf den Seychellen ist das etwas anders als am Mittelmeer oder Atlantik – wenn es draußen regnet und windet, geht man ins Meer, da das Wasser vom indischen Ozean sowieso sehr warm ist. Also verbrachten wir einige Zeit im Wasser, mit relativ großen Wellen und einer starken Strömung. Das Wasser war so klar, dass wir Fische sahen und ich sogar einen Mini Oktopus – ich glaube der hatte sich verschwommen. Als es aufgehört hat zu regnen und die Sonne rauskam, machten wir einen kleinen Bucht Spaziergang und sahen bei Steinen einige Krebse und Schlammspringer. Nach dem wir die faszinierenden Tiere beobachteten, machten wir noch einige Bilder – nicht nur von uns, sondern auch von einer Familie, die verzweifelt versuchte ein Selfie zu machen. Sie freuten sich sehr über unseren Vorschlag und natürlich bekamen wir auch ein Foto geknipst. In all der Zeit hatte ich etwas Angst um mein Handy, da es windete und ich es nur auf einen Stein über dem Wasser gestellt hatte. Empfehlenswert ist an solchen Orten ein Mini-Stativ. Anschließend ging es für uns wieder ins warme Wasser, bis ich blaue Lippen hatte. Danach gönnten wir uns noch eine Kokosnuss am Meer – das war meine aller erste – und machten erneut einen kleinen Spaziergang.

Als wir etwas getrocknet sind, ging es für uns zurück zum Auto und anschließend in die Unterkunft. Angekommen in der Unterkunft fing es erneut an in Strömen zu regnen. Wir sprangen unter die Dusche, kochten uns etwas leckeres, buchten unsere Trips für die nächsten Tage – mit der Hoffnung auf gutes Wetter – und suchten einige Restaurants und Takeaways raus. Anschließend setzte ich mich an den Reiseblog – Seychellen – und fing an zu schreiben.

PS: Regenzeit auf den Seychellen ist eigentlich Dezember – März. Es kann trotzdem sein, dass es während der Reise mal zu Regenschauern kommt, da die Inseln sehr tropisch und unberechenbar sind. Da würde ich auch nicht unbedingt auf den Wetterbericht achten, da dieser stündlich etwas Neues sagt.

Der nächste Tag startete um 8.30Uhr in der Früh, es regnete. Wir wurden von einem netten Dude abgeholt, der uns mit einem anderen Pärchen an die Cote D’Or gefahren hat. Dort kam langsam die Sonne raus und wir machten uns mit einem Boot und unserem persönlichen Kapitän, von der Anse Volbert aus, auf den Weg zur Curieuse Island. Das ist eine Insel mit einer Schildkrötenfarm.
Mehr dazu im Artikel zu Curieuse Island.

Als wir am nächsten Morgen aufwachten, regnete es in Strömen! Da der Himmel komplett grau, fast schwarz war und es in den letzten Tagen noch nicht so stark geschüttet hatte, wie an diesem, überlegten wir den Vallée de Mai zu besuchen. Vallée de Mai wurde im Jahr 1983 von der UNESCO in die Liste des Weltnaturerbes aufgenommen.

Dieser wurde trotz Regen empfohlen, da im Regenwald selbst nicht viel vom Regenwasser ankommt. Die Pflanzen saugen dieses direkt auf und mal ganz ehrlich, was wäre ein Regenwald ohne Regen?

Info: Die Eintrittsgebühren in den Regenwald gehen 100% an die Natur. 50% geht auf die Insel Aldabra, 30% in den Vallée de Mai und 20% in die Seychelles Island Foundation (SIF). Den Guide zahlt man extra, wenn man einen möchte und der Gesamtpreis teilt sich durch die Anzahl der Teilnehmer an der Guided Tour.

Beim Vallée de Mai angekommen, wurden wir nett begrüßt und bekamen eine kleine Einweisung. Für uns war von Anfang an klar, dass wir unsere Tour nur mit einem Guide machen möchten. Da wir schon vorher etwas recherchiert hatten, und einige behaupteten, dass eine solche Tour ohne Guide auch möglich ist, allerdings würde sich das nicht lohnen, da nur Bäume und Spinnen zu sehen wären. Wir wollten etwas mehr über die Coco de Mer Palme erfahren, welche das Wahrzeichen der Inseln Praslin und Curieuse. Die Palme wächst nur auf diesen beiden Seychelleninseln.

Info: Es gibt mehrere Geschichten zur Coco de Mer Palme. Eine davon ist, dass die Nüsse damals an verschiedenen Inseln der Seychellen am Strand gefunden wurden, und diese keiner Palme, welche dort gewachsen ist, zugeordnet werden konnte. Die Bewohner der Inseln nahmen an, dass die Nüsse im Meer wachsen müssen. So entstand auch der Name der Palme: Coco de Mer. Die Kokosnüsse der Palme sind riesig und erinnern von der Form her an einen Arsch. Sie gelten bis heute als Symbol der Fruchtbarkeit. Nach alter Legende paaren sich die Nüsse dann, wenn die Nächte auf den Seychellen stürmisch sind, sodass keiner in die Wälder geht. Wer dem Volksglauben der Inseln vertraut, muss wissen, dass wer dem Liebesspiel der Nüsse zusieht, der muss sterben. Es braucht 20 Jahre, bis die Nüsse ‚ausgewachsen‘ sind und zum ersten Mal blühen. Sie können bis zu 18kg schwer werden und haben die größten Samen und sind somit die größten Kokosnüsse der Welt. Eine solche Pflanze zu züchten ist gar nicht so einfach. Es dauert einige Monate, bis diese reif geworden ist, danach dauert es wieder die Samen in der Erde zu keimen zu bringen, sodass eine neue Palme wachsen kann. Einmal im Jahr bekommen die Palmen ein neues Blatt und bis zu 800 Jahre kann eine Coco de Mer Palme alt werden.  

Wir entschieden uns vor Ort für eine Guided-Tour mit einem anderen Pärchen, Anastasia und Matthias (auch aus Deutschland). Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, da der Guide so besser auf uns eingehen und uns auch etwas mehr erklären konnte. Auch der Regen war im Vallée de Mai nur an manchem Stellen zu spüren. Die Tickets für den Vallée de Mai sind bis abends gültig, das heißt auch nach der Tour kann man noch vor Ort verweilen.

Als wir auf dem Weg zurück in die Unterkunft waren, holten wir uns bei dem Takeaway Zilwa reggae bar cafeteria take away etwas zu essen und verbachten einen schönen Spieleabend auf dem Balkon. Wer das Curry-Gewürz in Gerichten gerne hat ist hier genau richtig!

Am letzten Tag auf Praslin hatten wir echt Glück mit dem Wetter, da unser Beach-Day anstand. Es war gelegentlich bewölkt, eher sonnig. Wir machten uns mit dem Auto auf dem Weg zum Anse Lazio, da wir diesen gerne noch vom Strand aus und nicht nur auf dem Wasser gesehen hätten. Beim Anse Lazio gibt es Parkplätze, für diese zahlt man ungefähr umgerechnet 7€. Wir verbrachten unseren ganzen Tag an diesem Strand, knipsten einige Fotos, gingen schwimmen und schnorcheln, bis ein Stachelrochen gesichtet wurde. Dann ging es für uns fürs erste nicht mehr ins Wasser. Wir tranken noch einen Smoothie an der Strandbar und am späten Nachmittag machten wir uns auf den Weg zum Anse Verla, an die Cote d’Or, da dieser für uns auf dem Heimweg lag.

Wir holten uns zum Essen ein Takeaway bei M AS Takeaway, parkten an der Cote D’Or Esplanade und machten es uns am Strand gemütlich, während wir unser Essen aßen. Danach ging es für uns zurück in die Unterkunft, packen für den nächsten Tag und den Mietwagen abgeben.

Unser zweiter Stopp: LaDigue.

Vielen Dank fürs Lesen! Lass mir doch gerne Feedback da 🙂 Bei Fragen kannst du natürlich jeder Zeit auf mich zukommen oder auch die Kommentarfunktion nutzen.

Deine Momo <3

Momo

Hey! Willkommen auf meinem Blog. Ich bin 26 und schreibe für mein Leben gern. Auf meinem Blog findest du einmal den Journal, in dem ich Interviews durchführe und dir aktuelles mitteile, aber auch die TeaTimeStories, in denen es um Gedankengänge und Kurzgeschichten geht, als auch mein E-Book "We all are just Stories" in dem mehrere Kapitel meiner Kurzgeschichte veröffentlicht sind. Außerdem habe ich seit 2021 einen Podcast mit Annika, der heißt Foto meets Video - auch diesen kannst du hierüber hören. Viel Spaß beim Stöbern! :) Deine Momo

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