We all are just Stories...

Prolog: Once upon a time…

„Wenn du zurückgehen und eine Sache in deinem Leben ändern könntest… Würdest du es tun? Und wenn du das tun würdest, würde diese Änderung dein Leben besser machen? Oder würde diese Änderung dir letztlich das Herz brechen? Würdest du einen völlig anderen Weg wählen?
Oder würdest du nur eine Sache ändern? Nur einen Moment. Einen Moment, den du immer zurückhaben wolltest.“

(~ One Tree Hill)

“Das kleine Mädchen wachte jeden Morgen mit einem Lächeln im Gesicht auf. Es war glücklich. Sehr glücklich, um genau zu sein. Es war ein wunderbares Leben, das es führte dank ihrer Freunde, ihrer Familie. Sie machten es zu eben jenem. Mittlerweile ging es schon in die dritte Klasse, hatte das Klavier spielen erlernt und freute sich jedes Mal darüber, wenn ihr Vater mit ihr auf den Basketballplatz ging. Ihre Mutter war der Meinung sie war noch zu jung und zu klein. Um ihr diesen Wunsch trotzdem erfüllen zu können schickten sie es zum Leichtathletik. Die Grundlagen der Ballsportarten konnte es dort gut erlernen. Ihre Freunde wollten lieber zum Tanzen aber davon hielt es nicht viel. Lieber war es wild und machte sich dreckig.
Auch in der Schule kam es mit allen zurecht, Jungs, Mädels, sogar mit den Lehrern. Besser mit den Jungs als mit den tanzenden Mädchen aber verstehen konnte es sich mit allen gut. Mit ihnen ging es gerne raus, machte Ausflüge. Gemeinsam hatten sie sich zusammengetan. Bildeten eine Clique der vielen an ihrer Schule. Sie trafen sich regelmäßig. Zu ihrer Clique gehörte ein weiteres Mädchen. Am liebsten trafen sie sich auf ihrem Dachboden und besprachen was sie in den nächsten Tagen gemeinsam unternehmen würden. Sie hatten ein Buch in das sie ihre Erlebnisse festhielten. Sie wollten ihre gemeinsame Zeit für immer bei sich tragen. Wenn es doch einmal alleine war, liebte das kleinen Mädchen zu schreiben. Wenn ihre Mutter ihr sagte, es solle einen Aufsatz schreiben um für die Schule zu üben, tat es das liebend gern, im Gegensatz zu anderen Kindern. Es wurde immer besser darin. Zum Beispiel schrieb es Gruselgeschichten, Piraten-Abenteuer oder einfach Erlebnisse, wie in einem Tagebuch. Doch nicht nur das Schreiben liebte es, nein. Es liebte es auch Theaterstücke aufzuführen. Da ihre Eltern sich dessen bewusst waren, brachte ihre Mutter bei einem Elternabend die Idee vor auch bei dem anstehenden Klassenfest ein Theaterstück aufzuführen. Wieso? Na ja so würde sich die Klassengemeinschaft, welche sowieso schon super war, verbessern und es wäre zudem auch ein Projekt, welches Kinder auf die Beine stellen. So würden sie lernen, an sich selbst zu glauben. Die Lehrer stimmten diesem zu und so gab es die erste Aufführung bei einem Klassenfest. Man sah den Kindern an, dass es ihnen Spaß machte. Das Stück hieß Kabel und Jau. Manche hatten Lampenfieber, andere waren total entspannt. Alle verließen am Ende der Aufführung den Raum mit einem Lächeln im Gesicht und natürlich stolzen Eltern. Das kleine Mädchen war ihrer Mutter unglaublich dankbar, dass sie sich dafür einsetzte, denn es hieß in der vierten Klasse würde es wieder eine Aufführung geben. Jedoch auf Französisch, so dass die Schüler die einzige Fremdsprache, welche sie lernten auch beherrschten, bevor es auf eine weiterführende Schule ging.
Das Mädchen war nun in der vierten Klasse. Das erste Mal war es auf Klassenfahrt, irgendwo im Schwarzwald. Es gab eine Nachtwanderung, eine Wasserbombenschlacht und eine Schnitzeljagd. Die Kinder lernten auch Bogenschießen im Wald und spielten Indianerspiele. Für den Bericht für die Klassenzeitung war natürlich das kleine Mädchen zuständig, nicht „nur“, weil sich keiner freiwillig dafür meldete, sondern auch weil ihr es Spaß machte.
An einem Abend spielte Deutschland gegen Italien. Es war ein WM-Spiel, bei dem Deutschland verloren hatte. Alle waren enttäuscht von dem Spiel, bis auf ein Junge. Dieser freute sich über die Niederlage Deutschlands, denn er war Italiener, und hieß Federico. Das kleine Mädchen nahm den Jungen gar nicht richtig war, da es kaum etwas mit ihm zu tun hatte. Es mochte ihn nicht mal wirklich, da er sehr arrogant wirkte. Das Mädchen tat so, als ob es ihn nicht geben würde. Der restliche Abend verlief angespannt und auf der geplanten Party, nach dem Spiel war die erhoffte Stimmung nicht vorhanden. Was ein WM-Spiel alles verursachen kann, dachte sich das kleine Mädchen. 
Letztendlich ging das vierte Schuljahr zu Ende und das letzte Klassenfest stand an, und damit auch das Theaterstück. Die Kinder übten dauerhaft für die Aufführung. Es flossen Tränen, bei manchen, die sich den Text nicht merken konnten. Jedoch war bei manchen auch Wut oder Angst in den Augen zu sehen, es bis zur Aufführung nicht zu schaffen die Sprache und ihren Text zu beherrschen. Andere freuten sich, da sie es schafften den Text zu lernen. Sie waren nun bereit und unterstützten sich gegenseitig bei der letzten Aufführung und bei dem letzten gemeinsamen Projekt.
Es war ein Freitag, im Sommer. Die Schüler, bei denen sich bald die Wege trennten waren nun soweit. Sie standen alle auf einer kleinen Bühne im Schulhof und warteten darauf, ihre Eltern, ihre Lehrer und sich selbst stolz zu machen.
Die Aufführung begann, es flossen sehr viele Tränen, jedoch nicht Tränen, welche Trauer ausdrückten, nein. Tränen, die die Freude der Eltern und Lehrer zeigten. Wie glücklich und stolz sie auf ihre kleinen Kinder waren. Als die Aufführung zu Ende war, war es letztendlich Zeit Abschied zu nehmen. Auch hier schnieften manche, andere weinten und lachten zugleich. Ein Abschied heißt nicht gleich, dass sich alle Wege trennten. Ein Abschied kann auch bedeuten, dass ein neuer Lebensabschnitt beginnt, an dem einige weiterhin teilhaben und sich nur der Alltag ändert, die Umgebung, die Umwelt. Am nächsten Tag gab es noch die Zeugnisse, und dann ging es raus in die große, weite Welt. Na ja, das ist etwas übertrieben. Einfach nur auf eine weiterführende Schule. Für das kleine Mädchen, war es das Gymnasium.
All ihre Freunde gingen auf die gleiche Schule, um beisammen zu bleiben. Doch das kleine Mädchen wollte mit einem sehr guten Freund auf eine andere Schule. Der Grund war, dass es neue Leute kennen lernen wollte, da für es ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Und ihre Mutter hatte ihr einmal beigebracht, dass man die Vergangenheit ruhen lassen soll, um so in der Gegenwart zu leben und damit in der Zukunft etwas viel Besseres auf einen wartet. Ihre Freunde konnte es letztlich immer noch sehen, sie waren ja nicht verschollen, nur weil sie auf eine andere Schule ging. Andererseits war es jedoch auch ein Test, ob es sich nur bei ihnen meldete oder sie sich auch bei ihr. Nur die wahren Freunde bleiben.
Die Tage vergingen und mit jedem Tag nahm es Abstand von ihrer Vergangenheit und lebte immer mehr in der Gegenwart. Es freundete sich mit neuen Leuten an und fand ihre alten Freunde komisch. Nicht nur, weil sie sich nicht mehr gegenseitig grüßten, nein. Sie kamen ihr irgendwie etwas anders vor. Aber sie waren auch etwas seltsam drauf und eher so die „Nerds“ und „Streber“, mit denen es zurzeit gar nichts zu tun hatte. Jeder entwickelt sich nun mal anders und jeder ist auf seine Art und Weise etwas Besonderes. Nur manchmal passt es zwischen manchen Menschen nichtmehr und wenn man das rechtzeitig erkennt, ist das Goldwert. Wieso? Na ja, dann geht man im Guten auseinander und hat wunderbare Erinnerungen.
Das erste Jahr auf der neuen Schule verging und es waren mittlerweile Sommerferien. Die Sommerferien mochte es am meisten. Zwar war das kleine Mädchen von ihren Freunden getrennt, weil es in denen immer in den Urlaub flog, jedoch war es immer ein wunderbarer Urlaub. Es surfte diesen Urlaub schon zum zweiten Mal, im Jahr davor fing es an. Das kleine Mädchen fing zusammen mit ihrer Cousine und ihrem Bruder an. Auch diesen Urlaub war es so. Ihre Familie hatte ein Appartement am Strand gemietet. Sonnenstrahlen weckten es morgens und es wusste, heute wird ein guter Tag. Ihre Cousine, ihr Bruder, ihre Mutter und das kleine Mädchen machten sich auf den Weg zur Surfschule „Surfland“. Es war ein ganz normaler Tag am Strand, der mit dem Surfen begann. Das Schlauchboot, welches die Surf-Crew auf eine kleine Sandinsel mitten im Wasser brachte kam gerade angefahren. Sie stiegen auf und los ging es: zur Sandinsel. Dort wärmten sie sich auf und dann ging es ab zu den Wellen, ins Meer. Das kleine Mädchen, ihre Cousine und ihr Bruder stellten sich immer vor, wie es wäre, Profisurfer zu sein. Es war eine super coole Vorstellung und dadurch wurden sie auch immer besser im Surfen und durften letztlich mit den Erwachsenen mit nach hinten, an die „Tür“.
Die „Tür“ war nicht nur eine bestimmte „Tür“. Es waren zwei Felsen und sobald man hinter diese zwei Felsen gerät, bedeutet es, dass man nicht mehr zurückkommt. Denn dann befindet man sich mitten auf dem Atlantik und da gibt es keine Wellen mehr, welche einen an den Strand treiben, nein. Das Meer nimmt einen mit ins Nichts.
In diesem Jahr sind zwei junge Mädchen gestorben. Sie wollten schauen wer sich weiter nach hinten traute, wollten zu den größten Wellen, doch am Ende sah man nur noch zwei Surfbretter, welche gegen einen Felsen klatschten. Die Mädchen hatte man nie gefunden.
Das Mädchen verstand gar nichts mehr. Es war noch etwas zu jung um so etwas zu verstehen, doch wenn es sich vorstellte, es hätte es gewesen sein können, bekam es Angst. Es bekam Angst davor, auf den Wellen zu reiten. Es war kurz davor aufzugeben, da es sich viel zu viele Gedanken machte. Der Tag verging wie im Flug und als das kleine Mädchen, ihre Cousine, ihr Bruder und ihre Mutter abends zu Hause ankamen, fielen sie alle tot müde ins Bett und schliefen ein.
Der nächste Tag begann wieder mit surfen. Sie gingen wieder so weit nach hinten, zur „Tür“. Immerhin wollten sie die größten Wellen erwischen und dafür war es dort der beste Ort. Die Gedanken des Mädchens waren jedoch nicht beim Surfen, was gar nicht gut war, denn wenn man zu viel nachdachte, verlor man das Gleichgewicht und flog ins Wasser. Es schaffte es nicht sich auf einen Punkt zu konzentrieren und ihr Gleichgewicht zu bewahren. Als es eine perfekte Welle bekam, merkte es, dass es zu viel darüber nachdachte und die Welle überrumpelte das kleine Mädchen. Es war nun unter Wasser, wollte hoch, doch es konnte nicht. Das Seil des Surfbretts verknotete ihren Fuß mit dem anderen und ihre rechte Hand war auch eingeklemmt. Sie wollte hoch, doch stieß nur mit dem Kopf gegen das Surfbrett, welches falsch herum auf dem Wasser lag. Das Mädchen hatte plötzlich das Gefühl, als bekomme es keine Luft mehr. Ihr wurde schwarz vor Augen, als es plötzlich einen Schatten sah, der nach ihr gegriffen hatte. Was war das? Es hatte einen Filmriss, als es hustend aufwachte. Es lag am Strand, mit ihrer Mutter. Das Surfbrett lag neben ihr, die andren saßen auch am Strand. Es selbst erinnerte sich nur noch an den Schatten. Der Schatten, welcher ihr das Leben rettete.
Die Surflehrer wollten seit diesen Sommerferien nicht mehr soweit raus aufs Meer. Es wäre zu gefährlich, vor allem weil in dem Sommer zwei Mädels verschwunden sind und das Mädchen fast ertrunken wäre. Doch trotz allem verlor es nicht den Mut und surfte weiter. Es lernte, dass man nicht einfach aufgeben sollte. Wenn einem etwas Spaß macht und man es wirklich will, sollte man dafür kämpfen und es auch tun. Das kleine Mädchen liebte es zu surfen, das sah man ihr an. Und deshalb dachte es auch nicht mehr darüber nach, denn von ihrer Mutter lernte es, dass wenn man vor etwas Angst hat, man es erst gar nicht versuchen soll. Denn tut man es, geht etwas schief. Das lernte es aber nicht nur von ihrer Mutter, sondern auch von diesem einen Fehler, welchen es im Sommer tat. Dieser eine Fehler, welcher ihr fast ihr Leben gekostet hatte.” ~M



Momo

Hey! Willkommen auf meinem Blog. Ich bin 24 und schreibe für mein Leben gern. Auf meinem Blog findest du einmal den Journal, in dem ich Interviews durchführe und dir aktuelles mitteile, aber auch die TeaTimeStories, in denen es um Gedankengänge und Kurzgeschichten geht. Seit neustem bin ich dabei in "We all are just Stories" mehrere Kapitel meiner Kurzgeschichte zu veröffentlichen. Viel Spaß beim Stöbern! :) Deine Momo

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